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Deutscher Buchpreis 2011

Gewinner des Deutschen Buchpreis ist der Autor Eugen Ruge. Eine gute Entscheidung, auch wenn Kritiker namhafter Zeitungen anderer Meinung sind. Gerade deshalb! Der Preis wurde am Abend der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse überreicht. Sein ausgesprochen lesenswertes Buch stellen wir Ihnen unten vor.


Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Aus der Begründung der Jury: "Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2011 Boualem Sansal und ehrt damit den algerischen Schriftsteller, der als leidenschaftlicher Erzähler, geistreich und mitfühlend, die Begegnung der Kulturen in Respekt und wechselseitigem Verstehen befördert." Unten die gegenwärtig lieferbaren Bücher.

Friedrich Christian Delius erhält den diesjährigen Büchner-Preis. Hier eine Auswahl aus seinem Werk.

Günter Grass ging beim gespannten Zuhören die Pfeife aus

Ruge, Eugen

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Roman einer Familie.

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.

Eugen Ruge, geboren 1954 in Sosswa am Ural, studierte Mathematik in Ostberlin und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Bereits 1986 begann er mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Seit 1989 wirkt er hauptsächlich als Autor für Theater, Funk und Film. Neben seinen Übersetzungen mehrerer Tschechow-Texte und der Autorentätigkeit für Dokumentarfilme und Theaterstücke lehrte er zeitweise in Berlin und Weimar, bevor er 1988 aus der DDR in den Westen ging. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2011
Gebunden, 425 Seiten,  2011
Sansal, Boualem

Das Dorf des Deutschen

oder Das Tagebuch der Brüder Schiller. Roman.

Dies ist die Geschichte des Deutschen Hans Schiller und seiner beiden Söhne Rachel und Malrich. Die Brüder wuchsen fernab der Eltern in der Pariser Banlieu auf. Sie sind in Frankreich geblieben. Rachel hat Karriere gemacht: er hat einen guten Job, ein kleines Häuschen, ein Auto, eine Frau - und die französische Staatsangehörigkeit. Sein jüngerer Bruder Malrich steht am Rande der Gesellschaft: ohne Ausbildung, ohne Job und ohne Perspektive lebt er als Mitglied seiner multikulturellen Clique in der Vorstadt. Als die Eltern der beiden im fernen Algerien auf grausame Weise bei einem Attentat der Islamisten umgebracht werden, gerät das Leben der Brüder aus dem Lot. Die Trauer um die Eltern bringt zugleich eine erschütternde Erkenntnis zu Tage: Der Vater, den sie bisher als einen vielgeachteten Held des algerischen Unabhängigkeitskampfes kannten, hat eine unerträgliche Vergangenheit ... Rachel zerbricht daran; Malrichs Versuch zu verstehen, führt ihn von der Nazi-Vergangenheit seines Vaters in die Abgründe der Gegenwart.
Wir gratulieren dem Merlin-Verlag zu dieser Anerkennung.
Kartoniert, 279 Seiten, 2.  A., 2010

Sansal, Boualem

Der Schwur der Barbaren

Am selben Tag werden im Städtchen Rouiba zwei Männer ermordet aufgefunden. Moh, der wohlhabende Pate der Region, und Bakour, ein armer Teufel. Die Autoritäten der Polizei möchten den Fall Moh schnellstmöglichst abschließen und schieben den Mord den Islamisten in die Schuhe. Der alternde Kommissar Larbi ermittelt im Fall Bakour. Als er Hinweise für einen Zusammenhang zwischen beiden Morden hat, begibt er sich in größte Gefahr.
Wir gratulieren dem Merlin-Verlag zu dieser Anerkennung
Kartoniert, 468 Seiten,  2010
Sansal, Boualem

Das verrückte Kind aus dem hohlen Baum

Schwungvoll und heiter, schonungslos und beißend, anklagend und satirisch lässt Boualem Sansal die Kultur der sogenannten westlichen Welt auf die der islamischen prallen und deckt dabei überraschende Gemeinsamkeiten auf. In dem grauenerregenden Zuchthaus von Lambèse (Algerien) unterhalten sich zwei zum Tode Verurteilte: der Franzose Pierre und der Algerier Farid. Pierre wurde 1957 in Vialar (heute Tissemsilt) geboren. Er ist heimlich nach Algerien zurückgekehrt, um seine Mutter wiederzufinden, die ihn kurz nach seiner Geburt ausgesetzt hat. Er erlebt ein Land, das die Geister der Vergangenheit nicht loslassen. Vor allem aber deckt er gefährliche Wahrheiten über gewisse Aspekte des Unabhängigkeitskrieges auf. Farid hingegen hat sich in seinem früheren Leben an den Grausamkeiten beteiligt, die die Islamisten oder diejenigen, die sie auf zynische Weise benutzten, verübten. - Während Pierre und Farid über das Leben und Algerien diskutieren, bereitet sich eine internationale Menschenrechtskommission darauf vor, das Gefängnis zu besuchen. Angesichts dessen gerät die Verwaltung von Lambèse in helle Aufregung ...
319 Seiten, 2. A., 2011

Sansal, Boualem

Erzähl mir vom Paradies

Die Bar-des-Amis in Algier ist Treffpunkt für eine fröhlich-traurige Truppe: ein Schriftsteller, ein ehemaliger Widerstandskämpfer, ein Verliebter, Doc Tarik und andere. Umnebelt vom Tabakrauch und angeregt von zahlreichen Getränken kursieren die unglaublichsten Geschichten, in denen Algerien neu erfunden wird. Die nackte Realität würde sowieso niemand glauben, so unwahrscheinlich wie sie klingt.
Broschur, 332 Seiten, 2. A., 2011
Sansal, Boualem

Harraga

Lamia ist eine alleinstehende Ärztin in den besten Jahren. Ihr jüngerer Bruder ist ein "Harraga" - seine Spur verliert sich irgendwo auf dem Weg ins Gelobte Land Europa. Lamia hatte Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort bekleidet sie einen leitenden Posten in einem Kinderkrankenhaus in Algier. Aber die Arbeitsbedingungen sind trostlos, die Lebensverhältnisse miserabel. Und weil Engagement unerwünscht ist und zu nichts führt, hat Lamia sich mit ihrem eintönigen Leben arrangiert. Ihre Träume und Hoffnungen sind längst verblasst. Als eines Tages eine unbekannte 16-Jährige vor der Tür steht, gerät Lamias angepasstes Leben vollkommen durcheinander: Chérifa scheint aus einer anderen Welt zu kommen. Getrieben von purer Lebensfreude rebelliert sie gegen alle Bräuche und schert sich einen Teufel darum, was eine junge Frau in der islamischen Welt tun darf oder besser bleiben lässt. Und schon bald kommt es zu einem folgenschweren Streit ... Eine bewegende, bei aller Tragik hoffnungsvolle Hommage an die Frauen Algeriens.
Broschur, 280 Seiten, 2. A., 2011

Sansal, Boualem

Postlagernd: Algier

Zorniger und hoffnungsvoller Brief an meine Landsleute

Boualem Sansal gehört zu den wenigen Intellektuellen Algeriens, die noch in der Heimat leben und dort unerschrocken Kritik an den im Land herrschenden politischen, kulturellen und sozialen Verhältnissen üben.In seinem 2006 in Frankreich erschienenen offenen Brief appelliert Boualem Sansal an den Dialog. Diese Einladung zum Gespräch richtet sich jedoch keineswegs nur an die Landsleute in der Heimat und die vielen in der Emigration lebenden Algerier. Sansal hält mit seiner nüchternen, messerscharfen Analyse der Verhältnisse einmal mehr auch den Bürgern der westlichen Welt den Spiegel vor. So ist sein offener Brief eine Aufforderung an alle aufgekärten Weltbürger, öffentlich für Freiheit und Menschlichkeit und gegen Verblendung und Indoktrinierung durch politische Systeme und Kasten einzutreten.
Broschur, 83 Seiten, 2. A., 2011
Delius, Friedrich Christian

Die Frau, für die ich den Computer erfand

rororo Taschenbücher Bd.25239

Wie kam es zu dem Gerät, das heute auf allen Schreibtischen steht? Friedrich Christian Delius erzählt in diesem raffinierten und höchst unterhaltsamen Roman die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse (1910 1995) und davon, wie alles anfing, wie das digitale Zeitalter begann. Die Erfindung des Computers und die Erfindung einer unmöglichen Liebe.
Broschur, 288 Seiten,  2011

Delius, Friedrich Christian

Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus

rororo Taschenbücher Bd.22278

In der Mitte seines Lebens, im Sommer 1981, beschließt der Kellner Paul Gompitz aus Rostock, nach Syrakus auf der Insel Sizilien zu reisen. Der Weg nach Italien ist versperrt durch die höchste und ärgerlichste Grenze der Welt, und Gompitz ahnt noch keine List, sie zu durchbrechen...
Broschur, 154 Seiten,  2007
Delius, Friedrich Christian

Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

rororo Taschenbücher Bd.223659

Bern im Sommer 1954. Deutschland steht im Endspiel der Fußballweltmeisterschaft gegen Ungarn. Im Rundfunk dröhnt die legendäre Reportage Herbert Zimmermanns. In einem kleinen hessischen Dorf erlebt ein elfjähriger Pfarrerssohn den Sonntag, der sein Leben verändern wird.
Broschur, 120 Seiten,  2004

Delius, Friedrich Christian

Bildnis der Mutter als junge Frau

rororo Taschenbücher Bd.243449

Rom im Januar 1943: Eine junge deutsche Frau steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. An einem sonnigen Tag begibt sie sich auf einen Spaziergang durch die fremden Straßen. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke ist sie mit ihren Gedanken woanders. Ihr Mann wurde überraschend an die afrikanische Front abkommandiert. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss. Und auf ihrem Gang durch die Ewige Stadt beginnt die junge Frau zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte.
Broschur, 126 Seiten,  2008
Delius, Friedrich Christian

Mein Jahr als Mörder

rororo Taschenbücher Bd.23932

Am Nikolaustag 1968 hört ein Berliner Student im Radio, dass Hans-Joachim Rehse, Richter an Freislers Volksgerichtshof, freigesprochen wurde. Noch während die Nachrichten laufen, beschließt er ein Zeichen zu setzen: Er wird diesen Mann umbringen. Auch aus persönlichen Gründen, denn Rehse hat den Vater seines besten Freundes zum Tode verurteilt, den Arzt Georg Groscurth
Broschur, 301 Seiten,  2006

Delius, Friedrich Christian

Die Minute mit Paul McCartney

rororo Taschenbücher Bd.24652

London im März 1967. Ein Ball, ein Hund, ein Beatle, zwei junge Männer und sieben junge Mädchen im Regents Park an dem Tag, als Getting Better für das Album Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band aufgenommen wurde. Diese Begegnung ist der Anstoß für ein literarisches Spiel ..
Broschur, 93 Seiten,  2008